GV BLVbB vom 11.04.2024 – Bericht Volksstimme vom 16.04.2024

Adventsfeier vom 07.12.2023 / Kreis Reigoldswil-Waldenburg

Wirf rein……

sagt der Engel Heinrich, in der Geschichte, die an der Adventsfeier erzählt wurde. Wirf rein, damit meint er alle Sorgen, Probleme und Ängste, die wir mit uns rumtragen und die wir in seinen Abfallkorb werfen dürfen. Wirf rein, deine Sorgen und es geht dir doch schon etwas besser.
An unserer Adventsfeier haben wir die Sorgen vor der Türe gelassen und durften so einen gemütlichen, feierlichen und geselligen Tag miteinander verbringen.


Das Glöcklein der verwaisten Kapelle, welches in der Vorweihnachtszeit an jedem Tag zu immer einer anderen Zeit läutet. Sind es die Weihnachtselfen oder sind es die Schutzengel, die das Adventsglöcklein läuten? Jedenfalls ist es ein Glockenschlag, der nicht von Menschenhand gemacht war.
Das Adventsglöcklein, das an unserer Feier mehrmals läutete, kündete jeweils einen weiteren Programmpunkt an.


Gibt es Engel? Leben sie im Himmel? Können wir sie sehen? Gibt es Erdenengel? Wenn es sie gibt, haben sie Flügel? Fragen über Fragen, welche von den Kindern nicht nur in der Vorweihnachtszeit gestellt werden. Können wir alle Engel sein?
Der Sekretariats-, die Küchen-, die Geschichten-, die Bäcker- und die Handarbeits- Engel waren für unsere Adventsfeier im Einsatz. Ohne die Mithilfe vieler Bäuerinnen und Landfrauen (Engel) wäre so eine Adventsfeier gar nicht möglich, vielen Dank für eure Mithilfe und vielen Dank für die zahlreichen Anmeldungen.


„Es gibt immer etwas zu feiern, an jedem Tag ein Fest!“ So der alte Mann in einer weiteren Geschichte der Adventsfeier. Das aktuelle Fest des Mannes: „Wie ist es doch schön den Spatzen beim Streiten zu zusehen – Fest“.   
Und zum Abschluss die Geschichte mit dem Ratschlag, den Tag, die Umwelt, die Landschaft, die Welt und das Jetzt wieder mit den Augen eines Kindes zu sehen. Voller Ideen, Träume, Wünsche und Fantasie, so kann es an jedem Tag  einen Grund geben für ein Fest!

„Gib jedem Tag die Möglichkeit, der schönste deines Lebens zu werden.“ Mark Twain

Carmen Schneider- Felber, Kreis Reigoldswil-Waldenburg

15.12.2023

Herbstreise vom 13.09.2023 / Kreis Reigoldswil-Waldenburg

Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen… wenn aber 44 Bäuerinnen/ Landfrauen eine Reise tun, so gibt es viel zu berichten

Und so war es auch an diesem Mittwoch sehr selten ganz still im A.N.K. Tours Car, denn unter Gleichgesinnten gibt es immer was zu berichten. Deswegen verging die Fahrt zum Kaffeehalt in Belp wie im Fluge, doch dieser Koffein Kick vermochte uns Frauen noch mehr ins „Pläuderele“ bringen.

Weiter ging die Fahrt Richtung Hofstetten zum Trauffer, unser Chauffeur Christian Honegger, wählte die Strasse auf der linken Uferseite des Brienzersee’s und machte uns auf sämtliche Sehenswürdigkeiten aufmerksam. Harder Kulm, Iseltwald, Giessbachfall, Brienzer Rothornbahn….Ja, wir konnten auch zuhören!

Beim Trauffer angekommen, ging es als erstes auf einen Rundgang, auf der wir mehrere Blicke hinter die Kuhlissen werfen konnten. Eine spannende Führung, bei der wir viel wissenswertes erfuhren, zum Beispiel über die Geschichte der Familie Trauffer, über ihren Werdegang, über die Entwicklung der Holztiere bis zur legendären Kuh und über das erweiterte Angebot von Marken Artikel, welche Trauffer im Laufe der Zeit übernommen hat.

Es lohnt sich, einen Ausflug zum Trauffer zu unternehmen. Allein schon für den Anblick des neuen Bretterhotel’s mit der riesigen Holzkuh davor. Oder die originelle Erlebniswelt, selber ein Holztier anmalen oder sogar schnitzen, oder die wunderbar eingerichteten Restaurant’s, der Einkaufsladen der diversen Holzspielsachen und sogar die Toiletten sind ein extra Besuch wert! Sowie das sehr feine Essen, für uns gab es ein köstliches Mittagessen, zubereitet aus regionalen Produkten.

Doch unser Reisetag kam erst so richtig in Fahrt, also genau genommen auf Schifffahrt. Von Brienz fuhren wir nämlich auf dem Schiff zurück nach Interlaken, neben dem legendären Steg von Iseltwald vorbei. Ein einzigartiges Schauspiel den Touristen beim Posieren zu zuschauen.

Wir genossen, nach einem kleinen spontanen freien Aufenthalt in Interlaken, die Carfahrt nach Hause und liessen mit zwei Lieder von Trauffer, ihn nochmals Hochleben. Mit der Unterstützung von der Audioanlage vom Car sangen wir „Müeh mit de Chüeh“ (obwohl wir Bäuerinnen ja gar keine Mühe haben, mit den Kühen) und „Heiterefahne“.

Wie heisst es so schön in dem Lied:

S’git ke Ort uf der Wält woni lieber möcht sii
Hie bini gebore, und da ghöri hi
S’gäb gwüss uf dr Wält schöni Fläcke no ds gsee
Doch Heiterefahne, miis Härz ghört da hi

Natürlich bi ou i, scho wäg gsii vo da
Ha d Wälle ghört ruusche, u aus hinger mir glah
S vergeit nit ei Minute, i mache drus kei Heel
Scho im Reisecar da brönnts, mer es Loch i mii Seel!

Carmen Schneider- Felber, Kreis Reigoldswil-Waldenburg

02.10.2023

Herbstreise vom 12.09.2023 / Kreis Gelterkinden-Sissach

Das diesjährige Reiseziel «Trauffer und Frutal Meringues» stiess im Kreis Gelterkinden-Sissach auf grosses Interesse, so dass am 12. September kein Platz im Car leer blieb. Nach einer kurzweiligen Fahrt via Luzern und über den Brünig erreichten 51 Landfrauen pünktlich das Dorf Hofstetten bei Brienz. Vor dem Bretterhotel von Trauffer wurden wir herzlich begrüsst und in Gruppen aufgeteilt für die Führung durch die Produktion der Holzspielwaren.

Die Geschichte der bekannten Holzkühe begann mit geschnitzten Bären, welche vorwiegend an Touristen verkauft wurden. Als durch den zweiten Weltkrieg die Touristen ausblieben, kam Alfred Trauffer auf die Idee, Kühe als Spielzeuge für die Kinder herzustellen und legte so den Grundstein für die heute weltweit bekannten Trauffer Holzspielwaren. Heute umfasst das Spielwarensortiment 750 Tiere sowie diverse Holzställe. Wir bekamen einen interessanten Einblick in die Herstellung und konnten den Weg sehen, welcher ein Stück Lindenholz bis zum fertigen Holzspielzeug durchläuft. Es steckt auch heute noch unglaublich viel Handarbeit in den Holztieren und wir staunten über die vielen Arbeitsschritte, die es dafür benötigt. So benötigt beispielsweise die bekannte Holzkuh 25 Arbeitsschritte. Heimarbeiterinnen bemalen alle Tiere von Hand. Es war sehr eindrücklich, die Dimensionen der Produktion und der ganzen Logistik zu sehen.

Vor dem Mittagessen hatten wir noch etwas Zeit zur Verfügung, um uns im Shop umzusehen und das eine oder andere Erinnerungsstück zu kaufen. Das Mittagessen genossen wir im hauseigenen Restaurant «Alfred’s». Eigentlich wollte uns Isabel nun mit einem Besuch von Marc Trauffer überraschen. Dazu hat sie zuhause extra 51 Küchentücher mit unserem Logo bedruckt, um dann von Trauffer unterschreiben zu lassen. Leider war er aber im letzten Moment verhindert, hat aber freundlicherweise die Tüechli im Voraus unterschrieben.

Weiter ging die Reise mit einer kurzen Carfahrt zu Frutal Meringues in Meiringen. Wir bekamen im Produktionsbetrieb viel Interessantes zur Geschichte und Herstellung der Meringues zu hören. Jährlich werden 35 Tonnen Zucker und 20’000 Liter Eiweiss zu Meringues verarbeitet! Gleich zweimal stellte die Firma einen Weltrekord auf, einmal mit der grössten und einmal mit der längsten Meringue. Das Eiweiss bezieht die Bäckerei übrigens im Tetrapack, die Mitarbeiterinnen müssen sich also nicht mit stundenlangem Eiertrennen beschäftigen. Anschliessend konnten wir dem Chef Christoph Frutiger über die Schulter schauen beim Meringues herstellen. Besonders eindrücklich war die Maschine, die in Windeseile Bleche voller Meringues dressierte. Auch die riesigen Öfen, in welchen die Meringues danach getrocknet werden, liessen uns staunen. Wir sahen noch weitere Maschinen, mit denen Backwaren wie Hüppenrollen und Nussstangen in grosser Menge hergestellt werden. Es war unglaublich warm in der Produktionshalle und wir beneiden die Personen nicht, die dort arbeiten müssen. Zum Schluss konnten wir natürlich noch Meringues einkaufen, damit wir nicht mit leeren Händen nach Hause kamen.

Mit einem Aufenthalt in Meiringen konnten wir den Tag gemütlich ausklingen lassen, bevor wir uns wieder auf die Heimreise begaben.

Vielen Dank an Isabel Weitnauer für die Organisation der Reise und die schönen Küchentüechli sowie an Sägesser Reisen und unseren Chauffeur Heinz Gass.

Monique Brodbeck, Kreis Gelterkinden-Sissach

22.09.2023

Sommerhock vom 23.08.2023 / Kreis Reigoldswil-Waldenburg

Das Nolana-Schaf, ist ein Fleischschaf, welches nicht geschoren werden muss. Es verliert seine Wolle im Frühling auf natürliche Weise von alleine. Aber dieses Tier lockte uns nicht ins Homburgertal. Der Border Collie, ein hochbegabter Hütehund, der ruhig, schnell und konsequent eine Schafherde führen, in Gruppen teilen, einpferchen und zusammenhalten kann. Oder er sucht mit seiner feinen Nase die begehrten Homburger-Trüffel in der hundert Bäumchen grossen Trüffel-Plantage. Aber auch dieser fleissige Hütehund lockte uns nicht nach Häfelfingen.

Sondern ein kleines, aber ein umso verfresseneres Tierchen; die Seidenraupe!

Kaum geschlüpft beginnt die Raupe ihre Leibspeise, die Maulbeer-Blätter, zu fressen. Sie frisst Tag und Nacht, bis sie nach 28 Tagen 10‘000 mal grösser ist als bei der Geburt. Nun ist der Zeitpunkt für sie gekommen, um sich in einen Kokon einzuspinnen. Dieser Kokon ergibt einen 3 Kilometer langen Rohseidenfaden. In der Schweiz wird dieser zu edlen Stoffen
gewoben und zu Seidenschals, Krawatten, Portemonnaies, etc. weiter verarbeitet. Im Hoflädeli können diverse Schweizer Seidenprodukte gekauft werden.

Dieses kleine Tierchen führte uns ins Homburgertal zu Katharina Bitterli. Sie ermöglichte uns, dank ihrem hoch interessanten und fachkundigen Vortrag, einen Einblick in ihre innovativen Erwerbszweige, ganz besonders in die Raupenzucht, zu erhalten.

Mit einem reichhaltigen und regionalen Apéro liessen wir diesen interessanten Sommerhock ausklingen.

Carmen Schneider- Felber, Kreis Reigoldswil-Waldenburg

04.09.2023

Frühlingsreise vom 26. April 2023 / Kreis Reigoldswil-Waldenburg

Im Frühling, wenn sich der grüne Daumen bemerkbar macht und die Bäuerinnen und Landfrauen sich Gedanken machen, was dieses Jahr rund um den Hof und um das Haus blühen und gedeihen soll, ist ein Inspirationsschub sehr willkommen. Und was liegt näher, als diesen Schub in der Gärtnerei Zulauf zu holen.

Was am Dorfrand von Schinznach mit einer Gärtnerei mit dem Firmennamen «Johann Zulauf, Gärtnerei und Samenhandlung» seinen Anfang nahm, ist heute ein 40 ha grosses Unternehmen namens «Zulauf, die grüne Quelle». Seit 1998 wird die Gärtnerei unter der vierten Generation geleitet und beschäftigt rund 140 Mitarbeiter. Bei uns in der Region war die Filiale Zulauf am Altmarkt in Liestal, welche im 1987 eröffnet wurde, sehr bekannt und beliebt, bis sie im Jahr 2018 ihre Türen für immer schloss.

Die Führung im Gartencenter schlossen wir mit einer Rundfahrt mit der Baumschulbahn ab. Diese wurde 1928 gebaut und diente als Transportbahn, jedoch wurden die Wagen mit reiner menschlicher Muskelkraft gezogen oder gestossen. Loks kamen erst in den 50er Jahren dazu.

Zum 100-Jahr-Jubiläum der Gärtnerei wurde die Dampfbahn mit ihren drei Dampfloks öffentlich gemacht. Mittlerweile umfasst die Bahn 9 Dampf- und 6 Dieselloks. Für den Unterhalt der Loks und der Wagen ist der Verein Schinznacher Baumschulbahn zuständig.

Auf unserer Weiterfahrt mit dem A.N.K Tours Car zum Nachtessen in Wittnau, legten wir einen Zwischenhalt ein, um Kraft zu tanken für die bevorstehende Saison. Und wo geht das besser als bei der Linde von Linn. Sie ist über 800 Jahre alt, ca. 20 Meter hoch und hat rund 15 Meter Stammumfang. Es benötigte 13 Frauen um ihn umarmen zu können.

Während wir 47 Bäuerinnen und Landfrauen unter der Linde standen und die uralte Kraft des Baumes spürten, machte unser Chauffeur Jörg Gysin ein Gruppenbild von uns. Nun sind wir auch ein Teil der Geschichte dieses geschichts- und traditionsreichen Kraft- und Kultortes.

Unseren Magen stärkten wir mit einem Nachtessen in Wittnau und schlossen unsere Frühlingsreise auf der Heimfahrt unter anderem mit dem Lied «Der Lindenbaum» ab. 

Carmen Schneider- Felber, Kreis Reigoldswil-Waldenburg

07.05.2023

Hybris-Schmuck selber herstellen / Kreis Reigoldswil-Waldenburg

«Gestalte deinen eigenen Fingerring oder Schmuck aus hochwertigen Edelstahlrohlingen.
Für einzigartige Schmuckstücke wird eine grosse Auswahl an Schmuckkeramik zur Verfügung stehen.»
So stand es in der Kursausschreibung. Obwohl keine der 17 angemeldeten Bäuerinnen und Landfrauen je etwas von «Hybris das Original» gehört hatten, meldeten sie sich für diesen Schmuckkurs an. Und ihr Mut und ihre Neugierde wurden mehr als belohnt. Denn jede der Frauen ging mit wunderbarem selbstkreiertem Schmuck nach Hause.

Am Nachmittags- sowie auch am Abendkurs, entstanden unter der fachlichen Leitung von Barbara Denzler wunderschöne Ringe, Ohrringe, Halsketten und Armbänder. Jedes Schmuckstück in einer eigenen Farbkombination zusammengestellt nach den Vorlieben der Gestalterin. So entstanden Schmuckstücke in blauen, grünen oder ganz bunten Farbkombination, in Holzoptik, mit oder ohne Glitzersteinchen, mit oder ohne Relief, aus vorbereiteten Muster, sogar in Edelweiss-Optik und, und, und…

So viele Variationen sind entstanden, eine schöner als die Andere. Dieser Kurs ist definitiv zum Nachahmen empfohlen. Auf jeden Fall werden beim nächsten Anlass der Bäuerinnen 17 Frauen mit ganz speziellem Schmuck auffallen.

Carmen Schneider- Felber, Kreis Reigoldswil-Waldenburg

24.03.2023

GV BLVbB vom 10.03.2023 – Neues Reglement für die Landfrauenhilfe

Ein farbenfroher Jahresrückblick und das neue Reglement der Landfrauenhilfe standen im Zentrum der 93. Generalversammlung des Bäuerinnen- und Landfrauenvereins beider Basel, die erstmals an einem Freitagabend stattfand. Evelyne Gasser, die seit einem Jahr an der Spitze des Vereins steht, führte souverän und locker durch den spannenden Abend.

«Es gibt tolle Frauen – man nennt sie Landfrauen», stellte Evelyne Gasser schon zu Beginn der Versammlung unmissverständlich klar. Sie habe während ihres ersten Präsidialjahrs unzählige spannende Frauen kennenlernen dürfen und viele schöne Anlässe erlebt. Besonders hervor hob sie das ESAF im August mit der Teilnahme von 70 Landfrauen und Landkindern am Festumzug sowie die Einsätze im Landwirtschaftszelt. Fast schon entschuldigend stellte Evelyne Gasser fest, dass sie gemeinsam mit dem Vorstand schon Einiges auf den Kopf gestellt habe in ihrem ersten Präsidialjahr: «Ich hoffe, wir haben Euch damit nicht überfordert». Mit der neuen Imagekampagne komme optisch zwar Vieles etwas anders daher – Die Werte und Inhalte des Vereins seien aber die gleichen geblieben. Ein farbenfroher, mit Musik untermalter Jahresrückblick mit Bildern und Videos rundete die Worte von Evelyne Gasser ab.

Kassierin Carole Schweizer gab einen Überblick über die Zahlen des Vereins. Es ist wie in allen Vereinen schwierig, die Finanzen im Lot zu halten. Darum schliesst die Rechnung 2022 bei einem Ertrag von 96`365.07 Franken und einem Gesamtaufwand von 98`690.09 Franken, was ein Aufwandüberschuss von 2`325.02 Franken ist. Die Landfrauenhilfe kann 2022 bei einem Ertrag von 59`542.05 Franken und einem Aufwand von 53`409.10 Franken zwar einen Ertragsüberschuss von 6`132.95 ausweisen. Diese Zahlen täuschen allerdings etwas, da im vergangenen Jahr mehr Einsatzstunden für Nichtmitglieder zum höheren Tarif geleistet wurden und die Rechnung 2022 noch Nachtragsrechnungen vom 2021 beinhaltet. Nach wie vor stellt die langfristige und solide Finanzierung, sowie die Kalkulierbarkeit der Wertschöpfung je Einsatzstunde der Landfrauenhilfe eine Herausforderung dar. Zumal der Verein die Arbeitnehmerinnen besser entlöhnen und den vergünstigten Tarif für Vereinsmitglieder von 19.- Franken pro Stunde auch weiterhin beibehalten, als auch die Einsätze zukünftig vorausschauender, sicherer und fairer planen möchte. Darum wurde ein neues Reglement inkl. Tarifordnung mit Inkrafttreten per 01.04.2023 erstellt, das von der Einsatzleiterin Landfrauenhilfe, Beatrice Buess, erläutert wurde. Nach wie vor sollen Vereinsmitglieder, wie bereits erwähnt, in Notlagen mit ärztlicher Verordnung bis zur 99 Einsatzstunde vom günstigen Tarif von 19.- Franken profitieren können. Für hauswirtschaftliche Leistungen, die nicht ärztlich verordnet sind, wird künftig ein höherer Tarif von 42 Franken für Vereinsmitglieder und 45 Franken für Nichtmitglieder verrechnet.

Ein Zopfbrett für ihren erfolgreichen Abschluss als Bäuerin mit Fachausweis erhielten dieses Jahr Nadia Graber, Liestal; Julia Hindermann, Ormalingen und Priscilla Hirsbrunner, Reigoldswil. Herzliche Gratulation! Gratulieren durfte Beatrice Buess im Namen des Vorstandes der Kreisleiterin Kreis Arlesheim-Liestal, Rahel Sprunger, Bubendorf. Sie hat die höhere Fachprüfung (ehemals Meisterbäuerin) in Angriff genommen und erfolgreich abgeschlossen. Dafür erhielt sie vom Vorstand eine gravierte Glasschale.

Das vielseitige Tätigkeitsprogramm des BLVbB ist jederzeit aktuell auf unserer Homepage https://landfrauen-blbs.ch/agenda/ aufrufbar, dort sind auch die jeweiligen Kursausschreibungen hinterlegt. Weiter informierte Flavia Ursprung vom SBLV über die vielseitigen Aufgaben unseres Schweizerischen Berufsverbandes. Sie zeigte auf, dass die 10 Franken, die vom kantonalen Mitgliederbeitrag pro Vereinsmitglied an den Schweizerischen Verband weitergehen, gut investiert sind.

Stefanie Spycher-Gass

22.03.2023

GV BLVbB vom 10.03.2023 – Bericht Schweizer Bauer vom 18.03.2023

«Stubete» im Museum Oris in Hölstein 8. Februar 2023 / Kreis Reigoldswil-Waldenburg

„Zeit, die man mit Freunden oder Gleichgesinnten verbringt, ist jede Sekunde wert.“

27 Bäuerinnen und Landfrauen nahmen an der Stubete vom 8. Februar teil und erfuhren viel Wissenswertes über die Oris. So verbrachten sie einen gemütlichen und interessanten Nachmittag unter Gleichgesinnten und jede Sekunde war es wert.

Oris wird von Paul Cattin und Georges Christian in Hölstein am 1. Juni 1904 gegründet. 1911 ist Oris mit 300 Beschäftigten zum grössten Arbeitgeber Hölstein geworden. Um attraktiver für weitere Mitarbeiter zu werden, baut die Firma Häuser in naher Umgebung der Oris. 1929 betreibt Oris Fabriken in Hölstein (1904), Holderbank (1906), Como (1908), Courgenay (1916), Herbetswil (1925) und Ziefen (1925).

Nach dem Ableben von Georges Christian wird dessen Schwiegersohn Oscar Herzog Generaldirektor. Er wird dieses Amt 43 Jahre innehaben.

1938 präsentiert Oris die erste Uhr für Piloten, 1949 stellt Oris den 8-Tage Wecker her, 1952 lanciert Oris die erste automatische Uhr, 1965 kommt die erste Taucheruhr auf den Markt.

1969 gehört Oris zu den 10 grössten Uhrenfirmen der Welt mit 800 Mitarbeitenden und einer Produktion von 1,2 Millionen Armbanduhren und Weckern.

Die neuste Uhren-Kollektion besteht aus 1000 Stück, anlässlich der Modernisierung der Waldenburgerbahn stellt Oris eine Uhr für Bahn- und Oris-Liebhaber her. Denn ohne Waldenburgerbahn gäbe es vielleicht die Oris gar nicht.

Oris arbeitet mit einer Reihe richtungsweisender Naturschutzorganisation zusammen, um unseren Planeten zu reinigen, wiederherzustellen und zu schützen. So laden sie Menschen auf der ganzen Welt ein, an den «Oris Change fort the Better Days» teilzunehmen und dabei mitzuhelfen, unseren Planeten aufzuräumen. In diesem Jahr wird in Puerto Rico und zwei Mal in Portugal aufgeräumt. (25.02./16.04./17.09.2023) Weitere Infos sind auf der Homepage der Oris zu finden.

Oris hilft nicht nur bei den Clean up Days mit, sondern verarbeitet zahlreiches FSC-zertifiziertes oder recyceltes Material zu Uhrenverpackungen und Armbändern, ja sogar zu Zifferblättern, welche aus PET-Kunststoff hergestellt werden. Die Lederarmbänder werden aus Hirschleder, welche von den zwei letzten verbleibenden Gerbereien der Schweiz, die zu 100% pflanzlich gerben, hergestellt. Ach, es gäbe noch so viel zu erzählen…

Auf jeden Fall geht ein grosses Dankeschön an Helena und Aaron: Diese zwei jungen Oris-Mitarbeiter haben uns gekonnt durch den Nachmittag geführt, welchen wir in der (zu) kleinen Kaffeeecke bei Kaffee/ Mineral und Kuchen ausklingen liessen. 

Carmen Schneider- Felber, Kreis Reigoldswil-Waldenburg

13.02.2023

Kolumne Bauernzeitung vom 10.02.2023

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